Im April stellen sich die Winterleute dieselbe Frage: und jetzt? Für viele heißt die Antwort Mittelmeer, und darin sind es zwei Rollen, die am häufigsten auftauchen: Gastgeber in einer Villa und Service im Beachclub. Beides ist Sonne, Meer und ein Niveau wie beim Privatgast. Derselbe Job ist es nicht.
Gastgeberin in der Villa
Du bist die Sommerverwandte der Chaletbetreuung. Ein Haus, eine Familie oder Gruppe zur Zeit, jeweils ein bis zwei Wochen. Du machst Frühstück und einen leichten Mittagstisch, hältst das Haus makellos, organisierst Boote, Restaurants und gelegentlich einen Notzahnarzt — und du bist die Person, der die Gäste um 23 Uhr schreiben, weil das Poollicht blinkt. Gute Villenfirmen stellen dir einen Koch an die Seite; die kleinen erwarten, dass du selbst einer bist.
Das passt zu Leuten, die den Rhythmus eines Haushalts mögen, die sich in fremden Häusern diskret bewegen können und die lieber sechs Gäste richtig kennen als zweihundert zu bedienen. Die Unterkunft ist meist auf dem Grundstück oder gleich daneben, und die Tage haben eine Form: volle Vormittage, tote Nachmittage, Abende auf Abruf.
Beachclub
Hier bist du in der Gastronomie im eigentlichen Sinn. Große Terrasse, langer Service, Hunderte Gedecke, Musik, eine Bar, die bis in die frühen Morgenstunden läuft. Die Ansprüche sind hoch — das sind Orte, an denen eine Liege so viel kostet wie anderswo ein Hotelzimmer —, aber es ist Mannschaftssport, mit Leitung, mit Schichten und mit freien Tagen, die wirklich frei sind.
Das passt zu Leuten, die das Tempo eines Restaurants lieben, die ihren Abend gern mit dreißig Kolleginnen an einer Bar beenden und die lieber in Ibiza oder im Ort von Mykonos sind als oben am Hang in einer Villa. Bezahlt wird nach Stunde oder Monat plus Trinkgeld, und in den guten Clubs ist das Trinkgeld eine ernsthafte Summe.
Die Villa ist eine Beziehung. Der Beachclub ist eine Vorstellung. Nimm das, was du an einem Samstag im August um 18 Uhr gern machen würdest.
Was beide gemeinsam haben
- Beide rekrutieren von Januar bis März für den Start im Mai.
- Beide wollen zunehmend eine zweite Fremdsprache — Französisch für die Côte d'Azur, Spanisch für die Balearen, Griechisch ist in Griechenland ein Bonus und wird nie erwartet.
- Beide sind für dich unkompliziert: Mit EU-Pass brauchst du für Spanien, Griechenland, Italien oder Frankreich nichts außer dem Ausweis, während britische Bewerber inzwischen auf eine Genehmigung durch den Betrieb angewiesen sind. Das ist dein Vorteil im Bewerbungsstapel — schreib ihn hin.
- Beide sind ein hervorragender Weg in die Chaletleitung im Winter, weil du danach ein Haus oder einen Service allein geführt hast.